Die exklusivste Verkostung des Jahres: Grazer Weinhändler serviert zwei Weltstars

Zwei Weltstars, zwölf Weine und die Spitzen der österreichischen Gastronomie: Im Palais Coburg in Wien geht die exklusivste Verkostung des Jahres über die Bühne. Zu Gast die französischen Ausnahmewinzer Benoît und Arnaud Ente.

Es war eine der exklusivsten Weinverkostungen Österreichs, zu der der Grazer Weinhändler und Weinimporteur Philipp Schäffer am Freitag in das Palais Coburg in Wien lud. Gerade einmal 20 ausgewählte Spitzenköche und Sommeliers konnten dabei sein, um zwei der weltweit besten Winzer persönlich kennenzulernen: die Superstars aus der Burgund, Benoît und Arnaud Ente. Ihre Weine zählen international derzeit zu den begehrtesten, ihre Verkostungen sind so selten wie ihre persönlichen Auftritte, das Tasting am Freitag in Wien war sogar eine Österreich Premiere.

Verkostet wurden die insgesamt zwölf Weine von den kritischsten Gaumen des Landes: den Spitzen der heimischen Gastronomie wie unter anderem von den beiden 4-Hauben-Köchen Konstantin Filippou und Silvio Nickol (Palais Coburg), der Steirereck-Gastgeberin Birgit Reitbauer, den „Sommeliers des Jahres“ René Antrag (Steirereck im Stadtpark) und Steve Breitze (MAST Weinbistro) sowie von den Coburg-Sommeliers Wolfgang Kneidinger und Thomas Juranitsch.

„Diese Verkostung ist deshalb so besonders, weil die Weine der Ente-Brüder am internationalen Weinmarkt eigentlich nicht erhältlich sind“, erklärte der Gastgeber des exklusiven Tastings, Philipp Schäffer. Der 32-Jährige betreibt in Graz mit „Schæffer’s Selektion feiner Weine“ eine gerade einmal 60 Quadratmeter kleine Weinboutique – als Weinhändler und Weinimporteur zählt Schäffer im deutschsprachigen Raum inzwischen aber zu den Größen. „Nicht die Menge macht unseren Erfolg aus, sondern die Qualität des Angebots“, sagt Schäffer.

Und langjährige persönliche Beziehungen zu Weinbauern – wie die zu Benoît und Arnaud Ente. „Die wichtigste Währung in der Weinbranche heißt Wertschätzung. Wir sind viele Wochen im Jahr unterwegs – von den Top-Regionen wie der Champagne oder Burgund bis in die hinter­sten Winkeln der Weinwelt – es geht darum, die Weinbauern persönlich kennen zu lernen und ihre Arbeit zu verstehen“, so Schäffer, der bei den Spitzenwinzern während der Lese auch immer wieder im Weingarten und im Keller mitarbeitet.

Gerade einmal 7500 Flaschen Wein sind es zum Beispiel, die Arnaud Ente, der ältere Bruder, aus seinen 4 Hektar in Meursault erwirtschaften kann. 7500 Flaschen, um deren Besitz die internationale Weinwelt wetteifert. „Diese Weine zu verkaufen, ist nie das Problem. Sie jedoch an den richtigen Plätzen zu positionieren, um ihren Genuss jenen Menschen zu ermöglichen, die eine ebenso große Wertschätzung für die herausragende Arbeit der Winzer haben – das ist die Herausforderung und auch der Auftrag, den uns Weinbauern wie Benoît und Arnaud Ente mitgeben“, sagt Schäffer, der den Erfolg der Ente-Brüder als alles andere als ein reines Zusammenspiel von perfekter Lage, alten Reben und herausragendem Handwerk sieht.

Vor gut 15 Jahren hat etwa Benoît Ente seine Weine einem radikalen Stilwechsel unterworfen und mit diesem visionären Verständnis damit jenen Geschmack getroffen, der die Weinwelt gerade von Grund auf ändert. „Lange habe ich mich darauf konzentriert, üppige und kraftvolle Weine herzustellen. 2003 war dann der Jahrgang, der zu reif war. Das hat mich dazu bewegt meinen Stil zu ändern, wobei der Schwerpunkt vor allem auf einem höheren Säuregehalt liegt“, sagt Benoît Ente. Parallelen zu diesem „neuen“ Stil, bei dem neben der Säure auch Eleganz, Straffheit und wenig Alkohol im Fokus stehen, sieht Schäffer weltweit und vor allem auch in Österreich: „Die Weinwelt ist im Wandel, das lehren uns die Konsumenten. Die Zeit der schweren Weine mit viel Holz neigt sich dem Ende zu. Immer stärker nachgefragt sind klare und präzise Weine – und vor allem Weine, die einem grundehrlichen Handwerk zugrunde liegen.“

Eine neue Richtung, der laut Schäffer auch in Österreich immer mehr Winzer folgen. „Wir sehen das an der Umstellung vieler Winzer hin zu biologischem und vor allem auch biodynamischem Anbau.“ Und dann gibt es natürlich auch jene, die schon vor Jahren oder sogar Jahrzehnten ihre Vision von Wein umsetzten. Nicht zuletzt die „Schmecke das Leben“-Winzer aus der Steiermark Sepp Muster, Andreas Tscheppe, Ewald Tscheppe (Werlitsch), Franz Strohmeier und Roland Tauss sowie natürlich auch Nikolaihof-Winzer Nikolaus Saahs, dessen „Riesling Vinothek 1995“ nach 17 Jahren im Fass erst 2012 in die Flaschen gefüllt wurde und von Parker mit der Höchstwertung von 100 Punkten ausgezeichnet wurde. Kein Weißwein in Österreich hat davor oder danach diesen Top-Wert erreicht.

Schäffer: „Weinbauern wie Muster, Tscheppe oder Saahs und natürlich auch noch viele weitere dieses Schlags zählen international zu den Vordenkern der Branche. In ihren Anfängen wurden sie noch ausgelacht, heute sind ihre Weine in aller Munde.“

Rückfragen:
Schæffer‘s Selektion feiner Weine
Kaiser-Josef Platz 6
8010 Graz
www.schaeffers.at
office@schaeffers.at
Philipp Schäffer: +43 664 4502553


Philipp Schäffer: Händler und Importeur aus Leidenschaft

Die Liebe zum Wein wurde ihm in die Wiege gelegt: Der 32-jährige Grazer Philipp Schäffer betreibt den 1945 gegründeten Weinhandel bereits in vierter Generation. Beheimatet ist „Schæffer’s Selektion feiner Weine“ am Grazer Kaiser-Josef Platz, vertreten ist Schäffer mit den von ihm gehandelten Weinen aber in den besten Häusern Österreichs vom Restaurant Konstantin Filippou, dem Steirereck im Stadtpark oder auch dem Palais Coburg bis hin zum Burg Vital Resort Oberlech und vielen weiteren.

2011 schloss Schäffer die Weinakademie Österreich mit 25 Jahren als einer der jüngster Absolventen in der Geschichte dieser Ausbildung ab. Bereits seit 2005 ist er fester Bestandteil des Familienunternehmens, das vor allem auch seine Mutter Elisabeth Schäffer aufgebaut hat.

Die heimische Weinbranche und Sommelerie hat Philipp Schäffer mit seiner Leidenschaft für Naturweine maßgeblich mitgeprägt. Als erster Händler arbeitete er bereits 2009 mit Sepp Muster zusammen – jenem steirischen Winzer, der heute als einer der großen Stars der internationalen Szene gilt. Gemeinsam mit den „Schmecke das Leben“-Winzern hat Schäffer für Österreich einen Markt für Weine voller Natürlichkeit und Handwerk eröffnet, den es in dieser Art zuvor noch nicht gegeben hatte. Dieser Erfolg basiert auf einer langjährigen Partnerschaft. „Die Winzer haben uns massiv unterstützt und wir auch sie. Und natürlich waren es auch die zahlreiche Sommeliers in den Top-Betrieben, die uns das Vertrauen schenkten und schenken.“

Im Portfolio des Weinhändlers und Weinimporteurs Schäffer sind Weine von etwas mehr als 50 Winzern zu finden – Schwerpunkt ist Österreich, Frankreich und Italien. „Wir konzentrieren uns auf die absoluten Spitzen und sind immer auch auf der Suche nach den neuen Perlen der Weinwelt, denen wir den Weg ebnen wollen, damit auch ihre Arbeit ein großes Publikum erreicht.“

Philipp Schäffer ist übrigens der einzige Weinhändler und Wein­importeur Österreichs, der ohne Preisliste für die Gastronomie arbeitet. Schäffer: „Uns geht es um die Seele des Weins und um das Handwerk der Winzer. Wer sich entscheidet herausragende Weine in seine Karte aufzunehmen, für den kommt der Preis erst an zweiter Stelle. Das gilt für Weine, die acht Euro kosten, ebenso wie für jene die in den vierstelligen Bereich gehen.“


Arnaud Ente: Geringste Erträge für beste Qualität

Arnaud Ente ist einer der meist gesuchtesten Winzer der Burgund. Laut Inside Burgundy Autor Jasper Morris liegt der Stil von Arnaud irgendwo zwischen dem üppigen, hedonistischen Stil von Dominique Lafon und dem messerscharfen, straffen Stil von Francois Coche Dury. Für uns sind seine Weine extrem präzise, klar und finessenreich. Sie gehören mit absoluter Sicherheit zum Besten was wir aus der weißen Welt der Burgund kennen.

Arnaud steckt seine ganze Leidenschaft in die sehr alten Weingärten und betreibt einen Arbeitsaufwand pro Hektar wie keine andere Domaine in Meursault. Es werden gesamt 4 Hektar bewirtschaftet aus denen ca. 7500 Flaschen gefüllt werden. Aus diesen geringen Erträgen resultiert auch unsere kleine Zuteilung.

Die Trauben werden in der Regel vor dem Pressen leicht gequetscht und anschließend zum Klären für ca. 24 Stunden stehen gelassen. Der Saft wird mit der Feinhefe in unterschiedliche Fässer gefüllt und anschließend spontan vergoren. Der Ausbau erfolgt 11 Monate im Holz und weitere 6 Monate im Tank. Gefüllt wird ohne Schönung und Filtration. Wichtig für Arnaud, ist die Verwendung unterschiedlichster Fässer um zusätzliche Komplexität in die Weine zu bringen. Es wird maximal 20% neues Holz verwendet, welches niemals im Vordergrund stehen darf.


Benoît Ente: Kleiner Bruder mit großen Weinen

1999 begann Benoît Ente, der jüngere Bruder von Arnaud, unter eigenem Etikett Wein abzufüllen. Die Reben seiner Weingärten hat sein Großvater gepflanzt. Sein Weingut zählt zu den kleinsten der Burgund und die Erträge & somit auch die jährliche Produktion sind streng limitiert, um beste Qualität und lagerfähige Weine zu gewährleisten.

Benoît macht neben seinen außergewöhnlichen Chardonnays sehr feinen Aligoté sowie elegante rote Burgunder. Der Stil seiner Weine ist von der berühmten Herkunft Puligny-Montrachet geprägt – schlanker und leichter im Alkohol als die Weine von seinem Bruder aus Meursault aber mit der selben fein-nervigen Säure ausgestattet.

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Michael Pech

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