MORGENTAUGÄRTEN starten größtes karitatives Urban Farming Projekt in Graz

Auf 300 Quadratmetern: Anmelden für die bis zu 15 kostenlosen Gartenparzellen können sich finanziell schwächer gestellte Menschen sowie psychosoziale Organisationen. 3-Haubenkoch übernimmt Patenschaft.

Es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum MORGENTAUGÄRTEN einen Lebensmehrwert darstellen: Mit einer Ernte von bis zu hundert Kilogramm Gemüse pro 20-Quadratmeter-Parzelle sorgen die Gärten einerseits für wertvolle Lebensmittel, andererseits haben sie auch einen medizinisch nachgewiesenen Effekt auf Körper und Psyche. Profitieren davon sollen ab sofort auch jene, die es nicht so leicht im Leben haben.

Dazu startet Christian Stadler, Gründer der MORGENTAUGÄRTEN, das bislang größte karitative Urban Farming Projekt in Graz: Zur Verfügung gestellt werden auf 300 Quadratmetern bis zu 15 Parzellen an den Grazer Standorten in Straßgang und Andritz. Die Patenschaft für diese Gärten übernimmt 3-Haubenkoch Alexander Posch (ESSENZZ im Stainzerhof, Stainz), der im Spätsommer ein Charitydinner inmitten der MORGENTAUGÄRTEN ausrichten wird.

Anmelden für die kostenlos zur Verfügung gestellten Parzellen können sich bis zum 9. April finanziell schwächer gestellte Menschen in Graz sowie psychosoziale Organisationen unter der Email-Adresse pogats@morgentau.at. Die Auswahl trifft eine Runde aus Grazer Persönlichkeiten. Zu ihnen zählen Martina Schröck (Geschäftsführerin Verein „Integration von Personen mit Einschränkungen am Arbeitsmarkt“), Beatrix Altendorfer und Andrea Breithuber (Initiatorinnen der Plattform „Nachhaltig in Graz“) sowie Vinzipfarrer Wolfgang Pucher und Andreas Jaklitsch (Landesgeschäftsführer Rotes Kreuz Steiermark, Initiator Lernhaus Graz). „Vor allem für die Menschen aus der Stadt wird der direkte Bezug zur Natur immer wichtiger. Die Zeit im Garten erdet und schon allein deshalb stellt diese Initiative einen wertvollen Beitrag dar“, so Martina Schröck.

Neuer Rekord zu Saisonstart
Die MORGENTAUGÄRTEN in Graz starteten übrigens mit einem neuen Rekord in die Saison: In diesem Jahr sind es bereits mehr als 200 Hobby-Biogärtnerinnen und -gärtner sein, die mitten in der Stadt ihr eigenes Gemüse ansetzen und ernten werden. Bis 2020 soll sich das Angebot verdoppeln. Offizieller Anpflanzstart war der 30. März, ein Einstieg ist aber bis Mitte April noch möglich. Freie Parzellen sind für die Standorte in Straßgang und Andritz verfügbar.

Das Konzept der MORGENTAUGÄRTEN ist einfach erklärt: Die Parzellen haben eine Mindestgröße von 20 Quadratmeter. Samen, Pflanzen, Gießwasser und Gartengeräte werden zur Verfügung gestellt, der Aufwand für das Garteln selbst hält sich mit etwa einer halben Stunde pro Woche gering, der Erfolg mit einer Ernte von bis zu 100 Kilogramm Gemüse über die gesamte Saison ist dafür hoch. Um die 20 unterschiedlichen Gemüsesorten können angesetzt werden. „Wenn unsere Kunden ihr erstes eigenes Gemüse ernten, sind das Glücksmomente, die sie nie vergessen. Unser Konzept ist so angelegt, dass auch unerfahrene Gärtner eine volle Ernte einfahren können“, so Stadler, der als einer der erfahrensten und erfolgreichsten Bio-Bauern Österreichs gilt.

Mit seiner in Oberösterreich ansässigen MORGENTAU Biogemüse GmbH ist Stadler zudem Österreichs größter Erzeuger, Verpacker und Vermarkter von Biogemüse. Die Produktionsmenge liegt jährlich um die 5000 Tonnen Biogemüse. Die MORGENTAUGÄRTEN sind für Stadler ein Herzensprojekt, das er 2015 startete, um Städtern ohne Grundbesitz die Möglichkeit zum eigenen biologischen Gärtnern zu ermöglichen. Eine Erfolgsgeschichte: Inzwischen gibt es österreichweit an die 800 Parzellen der MORGENTAUGÄRTEN auf einer Gesamtfläche von 9 Hektar. „Die Zeit, die die Menschen in ihren Selbsterntegärten verbringen, ist pure Lebensqualität. Ein Mehrwert, der ebenso viel, wenn nicht sogar mehr wiegt als die Menge der Ernte“, sagt Stadler.

Eine Kundenzufriedenheit, die auch offiziell belegt ist. In einer Studie der Johannes Kepler Universität in Linz wurde das Gemeinschaftsgärtnern wissenschaftlich untersucht und die Ergebnisse 2016 präsentiert: Neben der hohen Zufriedenheit der Kunden mit der Betreuung ist auch die Qualität des Biogemüses bestätigt sowie der hohe Ernteerfolg. Selten ist das Gärtnern für die MORGENTAUGÄRTEN-Kunden übrigens ein Einzelerlebnis. Mit Familie und Freunden kommen pro Parzelle im Durchschnitt 2,2 Gärtner.

Die MORGENTAUGÄRTEN in Graz

  • Straßgang – Martinhofstraße/Weiberfeldweg – erreichbar mit der Buslinie 32 stadtauswärts Richtung Seiersberg. An der Haltestelle „Bad Straßgang“ aussteigen und die Hans-Hegenbarth-Alle hinutergehen. An deren Ende rechts halten. Nach ca. 200m befindet sich rechts der Morgentaugarten.
  • Andritz – St. Veiterstraße – erreichbar mit der Buslinie 45. An der Haltestelle „St. Veit Kirchenwirt“ aussteigen und die Sankt Veiter Straße Richtung Volksschule hinutergehen. Nach 200m befindet sich links der Morgentaugarten.

Preise pro Jahr:

  • 20 Quadratmeter 157 Euro, Premium 207 Euro
  • 40 Quadratmeter 257 Euro, Premium 337 Euro
  • 60 Quadratmeter 347 Euro, Premium 457 Euro

Kontakt:
Winkling 2 4492 Hofkirchen
Tel.: +437225/7380-61
www.morgentaugaerten.at

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Michael Pech

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