30 Prozent mehr städtische Hobbygärtner in Graz: Corona sorgt für neuen Run auf Urban-Farming

Vor dem Saisonstart der Grazer MORGENTAU GÄRTEN im März ist der Andrang auf die Bio-Selbsterntegärten so groß wie noch nie. Neu im Angebot sind Bio-Kräuterbeete. Info-Veranstaltungen finden am 3., 6. und 10. März statt.

Das urbane Garteln und Gemüseernten wächst zum neuen Lieblingshobby der Grazerinnen und Grazer heran: Grund sind die MORGENTAU GÄRTEN, die der Bio-Pionier Christian Stadler 2018 nach Graz gebracht hat. Inzwischen gibt es 236 Selbsterntegärtenparzellen an drei Standorten (Straßgang, Andritz, Mariatrost) und so viele Hobbygärtner wie noch nie zu diesem Zeitpunkt. Vor dem offiziellen Anpflanzstart am 30. und 31. März sind knapp 70 Prozent der Selbsternteparzellen bereits vergeben, um 30 Prozent mehr als im Vergleich zum Vorjahr.

„Aus Erfahrung der Corona-Saison 2020 wissen wir, wie wertvoll das Rausgehen-Dürfen zur Gartenpflege und soziale Kontakte mit gutem Abstand im Freien für viele unserer Gärtner ist. Auch das Thema Selbstversorgung rückt immer stärker ins Bewusstsein“, erklärt MORGENTAU GÄRTEN-Initiator Christian Stadler den jüngsten Andrang. Derzeit wird schon nach einem vierten Standort in Graz Ausschau gehalten.

Mit einem Aufwand von nur 1,5 Stunden ist ein Ernteerfolg garantiert: Durchschnittlich sind es 120 Kilogramm Bio-Gemüse, das sich aus einer einzelnen Gartenparzelle ernten lässt. Wie das funktioniert erklären die Profis der MORGENTAU GÄRTEN in drei kostenlosen Info-Veranstaltungen, die aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus via Zoom-Meeting erstmals online stattfinden (Termine unter www.morgentaugaerten.at: 3. März um 16 Uhr; 6. März um 17 Uhr, 10. März um 18 Uhr).

Neu in diesem Jahr: Erstmals werden in Graz Bio-Kräuterbeete mit zehn Bio-Kräutern an jedem Standort angelegt „Diese Bio-Kräuterbeete werden von uns aufbereitet und gepflegt und stehen allen MORGENTAU GÄRTNERN als Gartengemeinschaft maßvoll zur freien Entnahme zu Verfügung. Für uns ist es ein Test, wenn alles gut klappt, werden wir das Bio-Kräuterbeet fix installieren“, so Stadler.

Wie bereits in den Jahren 2019 und 2020 gibt es für finanziell schwächer gestellte Menschen in Graz sowie für psychosoziale Organisationen wieder die Möglichkeit maximal 15 karitative Parzellen kostenlos anzumieten. Anmelden dafür kann man sich schon jetzt unter der Mailadresse gaerten@morgentau.at. „Neben der Ernte von wertvollen Lebensmitteln sorgen unsere Gärten für einen medizinisch nachgewiesenen Effekt auf Körper und Psyche. Profitieren davon sollen auch jene, die es nicht so leicht im Leben haben“, sagt Stadler. Finanziert werden die karitativen Selbsterntegärten über einen Charity-Lunch mit bekannten Haubenköchen, die zum Start in die Anpflanzsaison präsentiert werden.

Mit seiner in Oberösterreich ansässigen MORGENTAU Biogemüse GmbH ist Stadler übriges Österreichs größter Erzeuger, Verpacker und Vermarkter von Biogemüse. Die Produktionsmenge liegt jährlich um die 7500 Tonnen Biogemüse. Die MORGENTAU GÄRTEN sind für Stadler ein Herzensprojekt, das er 2015 startete, um Städtern ohne Grundbesitz die Möglichkeit zum eigenen biologischen Gärtnern zu ermöglichen. Eine Erfolgsgeschichte: Inzwischen gibt es österreichweit an die 900 Parzellen der MORGENTAU GÄRTEN auf einer Gesamtfläche von 9 Hektar. „Die Zeit, die die Menschen in ihren Selbsterntegärten verbringen, ist pure Lebensqualität. Ein Mehrwert, der ebenso viel, wenn nicht sogar mehr wiegt als die Menge der Ernte“, sagt Stadler.

Eine Kundenzufriedenheit, die auch offiziell belegt ist. In einer Studie der Johannes Kepler Universität in Linz wurde das Gemeinschaftsgärtnern wissenschaftlich untersucht und die Ergebnisse 2016 präsentiert: Neben der hohen Zufriedenheit der Kunden mit der Betreuung ist auch die Qualität des Biogemüses bestätigt sowie der hohe Ernteerfolg. Selten ist das Gärtnern für die MORGENTAU GÄRTEN-Kunden übrigens ein Einzelerlebnis. Mit Familie und Freunden kommen pro Parzelle im Durchschnitt 2,2 Gärtner.

Termine Info-Veranstaltungen Graz:

Die MORGENTAUGÄRTEN in Graz

  • Mariatrost – Tannhofweg – erreichbar mit der Straßenbahnlinie 1 stadtauswärts Richtung Mariatrost. An der Haltstelle „Tannhof“ aussteigen und den Tannhofweg Richtung DSG Mariatrost hinuntergehen. Nach ca. 150 m befindet sich rechts der Bio-Garten.
  • Straßgang – Martinhofstraße/Weiberfeldweg – erreichbar mit der Buslinie 32 stadtauswärts Richtung Seiersberg. An der Haltestelle „Bad Straßgang“ aussteigen und die Hans-Hegenbarth-Allee hinuntergehen, an deren Ende rechts halten. Nach etwa 200 Metern befindet sich rechts der Bio-Garten.
  • Andritz – St. Veiterstraße – erreichbar mit der Buslinie 45. an der Haltestelle „St. Veit Kirchenwirt“ aussteigen und die Sankt Veiter Straße Richtung Volksschule hinuntergehen. Nach 200 Metern befindet sich links der Bio-Garten.

Preise 2021:

  • 20 Quadratmeter 162 Euro, Premium 213 Euro
  • 40 Quadratmeter 265 Euro, Premium 347 Euro
  • 60 Quadratmeter 357 Euro, Premium 471 Euro

Kontakt:
Winkling 2 4492 Hofkirchen
www.morgentaugaerten.at

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Michael Pech

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