MORGENTAU Charity-Lunch: 3 Hauben für karitatives Urban Farming in Graz

Mit dem Reinerlös der Veranstaltung werden im kommenden Jahr 160 Quadratmeter Selbsterntegärten finanziert für Menschen, die sich das schwer leisten können bzw. für psychsoziale Organisationen.

Es war ein vorgezogenes Erntedankfest mit karitativem Hintergrund: Mitten im MORGENTAUGARTEN in Graz/Andritz zwischen Sonnenblumen, Kürbissen und Tomatenstauden luden 3-Haubenkoch Alexander Posch (ESSENZZ im Stainzerhof) und Christian Stadler, Österreichs größter Biogemüsebauer und Gründer der MORGENTAUGÄRTEN, am Sonntag zum Charity-Lunch. Hauptakteure auf der Speisekarte waren natürlich die kulinarischen Schätze aus den MORGENTAUGÄRTEN, die der Spitzenkoch in ein achtgängiges Menü verwandelte.

Köstlichkeiten wie „Steirische Garnele mit Sellerie und Erdbeere“ oder „Rote Rübe mit Heidelbeeren und Dill“ ließen sich Grazer Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Gastronomie und Politik schmecken. Zu den Gästen zählten u.a. Andritz Bezirksvorsteher Johannes Obenaus (in Vertretung von Bürgermeister Siegfried Nagl), Parkhotel-Chef Philipp Florian, der Grazer Weinhändler Philipp Schäffer sowie der Schnapsbrenner Karl Stadtegger (Manufaktur Holzmann). Mit dem erzielten Reinerlös konnten für das kommende Jahr acht Parzellen der MORGENTAU-Selbsterntegärten finanziert werden. Die insgesamt 160 Quadratmeter kommen finanziell schwachen Menschen zugute, sowie psychosozialen Vereinen und Organisationen. „Mit einer Ernte von bis zu hundert Kilogramm Gemüse pro 20-Quadratmeter-Parzelle sorgen unsere Gärten einerseits für wertvolle Lebensmittel, andererseits haben sie auch einen medizinisch nachgewiesenen Effekt auf Körper und Psyche. Profitieren davon sollen nun auch jene, die es nicht so leicht im Leben haben“, so Christian Stadler.

Schon in diesem Jahr wurden acht karitative Parzellen kostenlos vergeben – fünf an Privatpersonen sowie jeweils eine an das „Rote Kreuz“, „alpha nova“ und „KAMA Graz“. Die Auswahl dazu vorgenommen hat ein Runde aus Grazer Persönlichkeiten. Zu ihnen zählen Martina Schröck (Geschäftsführerin Verein „Integration von Personen mit Einschränkungen am Arbeitsmarkt“), Beatrix Altendorfer und Andrea Breithuber (Initiatorinnen der Plattform „Nachhaltig in Graz“) sowie Vinzipfarrer Wolfgang Pucher und Andreas Jaklitsch (Landesgeschäftsführer Rotes Kreuz Steiermark, Initiator Lernhaus Graz).

Für den Charity Lunch stand das komplette Team des Stainzerhofs ehrenamtlich im Einsatz, neben dem Gemüse aus den MORGENTAUGÄRTEN wurden auch eine Vielzahl von Lebensmitteln für diesen guten Zweck gesponsert (Michi’s frische Fische, Transgourmet Österreich) sowie auch die Weine von den Pannobile-Winzern aus Gols zur Verfügung gestellt.

NEUE GÄRTEN FÜR 2020

Noch nicht zu Ende ist die Gartensaison in den MORGENTAUGÄRTEN selbst. Geerntet an den zwei Grazer Standorten in Andritz sowie in Straßgang wird noch bis Anfang November. Aufgrund des großen Andrangs in diesem Jahr mit mehr als 200 Hobby-Biogärtnerinnen und -gärtner sollen 2020 noch zwei weitere MORGENTAUGÄRTEN in Graz dazukommen. Die neue Saison beginnt im März 2020. Schon jetzt kann man sich für die Selbsterntegärten anmelden (www.morgentaugaerten.at).

Das Konzept der MORGENTAUGÄRTEN ist einfach erklärt: Die Parzellen haben eine Mindestgröße von 20 Quadratmeter. Samen, Pflanzen, Gießwasser und Gartengeräte werden zur Verfügung gestellt, der Aufwand für das Garteln selbst hält sich mit etwa einer halben Stunde pro Woche gering, der Erfolg mit einer Ernte von bis zu 100 Kilogramm Gemüse über die gesamte Saison ist dafür hoch. Um die 20 unterschiedlichen Gemüsesorten können angesetzt werden. „Wenn unsere Kunden ihr erstes eigenes Gemüse ernten, sind das Glücksmomente, die sie nie vergessen. Unser Konzept ist so angelegt, dass auch unerfahrene Gärtner eine volle Ernte einfahren können“, so Stadler, der als einer der erfahrensten und erfolgreichsten Bio-Bauern Österreichs gilt.

Mit seiner in Oberösterreich ansässigen MORGENTAU Biogemüse GmbH ist Stadler zudem Österreichs größter Erzeuger, Verpacker und Vermarkter von Biogemüse. Die Produktionsmenge liegt jährlich um die 5000 Tonnen Biogemüse. Die MORGENTAUGÄRTEN sind für Stadler ein Herzensprojekt, das er 2015 startete, um Städtern ohne Grundbesitz die Möglichkeit zum eigenen biologischen Gärtnern zu ermöglichen. Eine Erfolgsgeschichte: Inzwischen gibt es österreichweit an die 800 Parzellen der MORGENTAUGÄRTEN auf einer Gesamtfläche von 9 Hektar. „Die Zeit, die die Menschen in ihren Selbsterntegärten verbringen, ist pure Lebensqualität. Ein Mehrwert, der ebenso viel, wenn nicht sogar mehr wiegt als die Menge der Ernte“, sagt Stadler.

Eine Kundenzufriedenheit, die auch offiziell belegt ist. In einer Studie der Johannes Kepler Universität in Linz wurde das Gemeinschaftsgärtnern wissenschaftlich untersucht und die Ergebnisse 2016 präsentiert: Neben der hohen Zufriedenheit der Kunden mit der Betreuung ist auch die Qualität des Biogemüses bestätigt sowie der hohe Ernteerfolg. Selten ist das Gärtnern für die MORGENTAUGÄRTEN-Kunden übrigens ein Einzelerlebnis. Mit Familie und Freunden kommen pro Parzelle im Durchschnitt 2,2 Gärtner.

Die MORGENTAUGÄRTEN in Graz

  • Straßgang – Martinhofstraße/Weiberfeldweg – erreichbar mit der Buslinie 32 stadtauswärts Richtung Seiersberg. An der Haltestelle „Bad Straßgang“ aussteigen und die Hans-Hegenbarth-Alle hinutergehen. An deren Ende rechts halten. Nach ca. 200m befindet sich rechts der Morgentaugarten.
  • Andritz – St. Veiterstraße – erreichbar mit der Buslinie 53. An der Haltestelle „St. Veit Feldwirt“ aussteigen.

Preise pro Jahr:

  • 20 Quadratmeter 157 Euro, Premium 207 Euro
  • 40 Quadratmeter 257 Euro, Premium 337 Euro
  • 60 Quadratmeter 347 Euro, Premium 457 Euro

Buchungen:
www.morgentaugaerten.at
Telefon: +43 7225 21515 (Mo von 15 bis 19 Uhr‭)
Winkling 2
4492 Hofkirchen

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Michael Pech

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