Gault&Millau Haube für Anna und Manuel Hofmarcher

Erst im Mai diesen Jahres eröffnet, wurde „Das ANNA – Wirtshaus im Seggauer Schlosskeller“ im aktuellen Gault&Millau auf Anhieb mit 13 Punkten und einer Haube bewertet. Für die beiden Wirte Anna und Manuel Hofmarcher ein schöner Erfolg: „Die Haube war nie eingeplant, aber natürlich freuen wir uns. Die größte Auszeichnung ist aber ein volles Wirtshaus und glückliche Gäste. Wir machen also weiter wie bisher: als bodenständiges Wirtshaus, fest verankert in der Region.“

So starten auch mit heutigem Datum die Wildwochen im ANNA, die bis inklusive 5. November andauern. Aufgetischt werden Köstlichkeiten wie Hirschrücken oder Rehschnitzel sowie Wildschwein und Wildente. Die Wildspezialitäten werden unter anderen vom regionalen Jäger Alfred Pommer geliefert. Anna Hofmarcher serviert dazu beste Weine aus der Region ebenso wie ausgesuchte Tropfen von nationalen und internationalen Winzern. Pünktlich mit 1. November starten dann die Ganslwochen. Manuel Hofmarcher: „Das machen wir ganz klassisch, wie sich das für ein Wirtshaus gehört.“

Die Gault&Millau Bewertung: 13/20, 1 Haube

Da der Pachtvertrag im Grazer Hotel Erzherzog Johann auslief, machten sich Koch Manuel Hofmarcher und seine Frau Anna, die den Service mit fröhlicher Ausgelassenheit schupft, in die Leibnitz Gegend auf, um dort den Seggauer Schlosskeller mit modern interpretierter Hausmannskost zu bespielen. Das gelingt bei gerösteten Eierschwammerln mit Ei und Roggenbrot, steirischer Stoßsupp’n mit Edäpfelsterz oder Kräuterroulade mit wunderbar cremigem Sterz und geschmacksintensiver Zwiebelsauce durchwegs hervorragend. Nicht ganz so begeisterte uns der Saft des Paprikahendels aus dem Sulmtal mit Erbsen und Grießknödel, die zwar meisterlich schmeckten, aber nicht so recht zum Gericht passen wollten. Einfach nur schön dann Omas Grießflammerie mit Rhabarber zum Abschluss. Die Weinkarte gibt die Gegend authentisch wieder, weiß aber auch mit preisgünstigen Gewächsen aus Niederösterreich zu begeistern. Kleiner Tipp zu guter Letzt: Mittags kann man sich auch dreigängig sehr wohlfeil überraschen lassen. Am Sonntag geht es mit Suppe zum Selbstschöpfen und Brate samt Beilagen bei Tisch urig zu.

Porträt Manuel Hofmarcher

Gelernt hat der 35-Jährige von den besten Köchen im deutschsprachigen Raum: Bei Heinz Winkler in Aschau, der 20 Jahre lang mit drei Michelin Sternen die höchst mögliche Auszeichnung erhielt, stand Hofmarcher ebenso in der Küche wie auch bei Thomas Dorfer im Landhaus Bacher (3 Gault Millau Hauben). An der Seite von 3-Hauben-Koch Didi Dorner kochte er zu dessen Zeit im legendären Hirschenwirt in Irdning.

Bereits 2014 eröffnete Hofmarcher gemeinsam mit seiner Frau Anna das Restaurant „Das Anna“ im Palaishotel „Erzherzog Johann“ in Graz und führte es auf Anhieb zu einem der besten Restaurants der Stadt. Der Gault Millau verlieh eine Haube (14 Punkte), Falstaff bewertete mit einer Gabel. „Hier im Schlosskeller wird unser Fokus auf eine Wirtshausküche gelegt sein mit Gerichten wie wir sie von unseren Großmüttern kennen.“, so Hofmarcher. Obwohl eine Haube nie eingeplant war, verlieh der Gault&Millau 2018 eine Haube, 13 Punkte.

Die Südsteiermark als Schaffensmittelpunkt passt perfekt zu seiner Küchenphilosophie: „Wir kaufen die Produkte frisch bei den Bauern aus der Umgebung ein und kreieren daraus mit alter Handwerkskunst Gerichte ohne Chichi, sondern mit purem Geschmack.“

Kontakt:
Das ANNA im Schlosskeller
MI bis SA 11.30 bis 23 Uhr
SO 11.30 bis 16 Uhr
(Ruhetag Montag, Dienstag)
Seggauberg 6, 8430 Leibnitz
T: 0676 969 11 44
www.dasanna.at

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Michael Pech

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